Startuplive – our pitch to success

pitchen…

Wer in die “startup-Szene” eintaucht hört dieses Wort andauernd. Dicht gefolgt von Inkubator und Accelerator und “think big”.

Was diese Worte mit uns zu tun haben – hier mein Versuch es in Worte zu fassen:

Wie alles begann…

Eine von unendlich vielen Recherchestunden vor dem PC. Der mittlerweile schon unzähligste Kaffee. Würde ich noch rauchen, wäre der Aschenbecher zu diesem Zeitpunkt übergegangen. Je tiefer ich in die Recherche vordringe und je öfter ich den link zu einer Seite, die einen link zu einer Seite, mit einem link zu einer Seite… ja, ihr kennt das sicher auch. Also, je länger ich recherchiere, desto klarer wird, dass wir neben dem Aufbau eines soliden Netzwerkes dringend auch Feedback zu unserer Idee einholen müssen. Also, ein paar wenige Euros investiert und für startuplive Vienna #12 angemeldet. Das Programm klingt interessant – 3 Tage mit anderen “Freaks” und verschiedenen Mentoren strukturiert an unserer Idee arbeiten. Perfekt.

Der Beginn des Abenteuers…

Vorbereitet und motiviert bis unter die Haarspitzen checken wir für die kommenden 3 Tage ein und erfahren, dass wir 45 Minuten Zeit haben, um ein Flipchart zu erstellen, das uns und unsere Idee selbsterklärend darstellt. Sollte ja kein Problem sein… Wie? Schon 30 Minuten sind vergangen? Uops – das wird eng…  Fakt ist aber, dass wir schon aus dieser Aufgabe etwas gelernt haben – es ist gut, dass wir kein Grafikstudio eröffnen… 😉

Der nächste Lernerfolg folgt unmittelbar – vor Investoren pitchen ist das eine, aber vor mehr als 100 Menschen die so wie wir um die Qualifikation rittern, das ist schon mal eine ganz neue Herausforderung. challenge accepted… und ja, wir konnten nicht nur die Masse überzeugen, sondern insbesondere auch Stefan und Joëlle, die unser Team in den nächsten Tagen unterstützten.

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, was der Satz “Ab jetzt habt ihr 54 Stunden Zeit” wirklich für uns bedeutet…

54 Stunden bis zum Finale…

Ein Mix aus Kaffee, Energy Drinks verschiedenster Hersteller, Zucker in allen Varianten und Nüsse – das waren (neben den schnellen “normalen” Speisen) die Energiespender für diese angekündigten 54 Stunden. Und dabei handelt es sich nicht um die Wochenarbeitszeit mit Überstunden – das war unser knappes Zeitbudget von Freitag nachmittags bis zum Finale am Sonntag. Und es wurde eine 54 stündige Fahrt mit einem roller coaster.

Freitag um Mitternacht – himmelhoch jauchzend – wir haben unseren Business Plan schon sehr gut entwickelt.

Samstag früh – zu Tode betrübt – wir nehmen alle PostIt wieder von der Pinwand und beginnen von vorne. Doch nicht so gut gewesen, wie wir dachten.

Ein Input nach dem anderen prasselt auf uns ein. Ein Mentor nach dem Anderen (ein riesiges Danke an dieser Stelle an unsere Mentoren!) gibt uns Tipps, erarbeitet mit uns die richtigen Fragen, die wir uns stellen müssen. Bringt uns zu den richtigen Antworten. PostIt für PostIt findet wieder den Weg an die Pinwand. Idee für Idee wird ausgearbeitet und strukturiert. Um nach der dritten Kurzvorstellung vor einem Mentor drauf zu kommen, dass wir überhaupt keines der erhaltenen Feedbacks eingebaut haben. Ernüchterung macht sich breit… Aber eigentlich logisch, wir kommen ja nicht mal zum nachdenken. Macht nichts – weiter gehts. Kurz vor Mitternacht verlassen wir hoch motiviert und sehr zufrieden das T-Center – einige wenige Stunden Schlaf trennen uns vom Finaltag.

Der Sonntag beginnt besser als der Samstag – wir lassen die PostIt an der Wand. 😉 In einigen Stunden findet unser pitch statt. Wir müssen noch den Text ausarbeiten, eine Präsentation erstellen, Text lernen. Noch sind wir entspannt. Wir sind zu fünft und haben noch stundenlang Zeit. Das geht sich leicht aus. Oder so…

Generalprobe. Wann? In 10 Minuten? Das wird wieder einmal eng. Aber es wird… 😉 Und das Feedback war überraschend gut. Das freut uns natürlich!

Grande Finale…

Wir werden aufgerufen, entern die Bühne und pitchen nun nicht mehr vor Rivalen, sondern (neben der Fachjury) vor allem vor Gleichgesinnten, die so wie wir die letzten Tage an ihren Ideen gearbeitet haben. Noch einige Fragen aus der Jury beantworten und dann heisst es warten. Die anderen pitches mitverfolgen, aber grundsätzlich warten… Unglaublich, wie lange es dauert, bis so eine Juryentscheidung verkündet wird. Und auf einmal ist er da – unser Name. Er wurde aufgerufen. Ich habs gleich gar nicht sofort gecheckt. Aber wir wurden tatsächlich aufgerufen. Also rauf auf die Bühne. Wir haben einen Preis gewonnen. Nicht irgendeinen – wir bekommen die Auszeichnung “winner overall early stage” – wie geil ist das denn bitte?

All die Mühen wurden mit einer tollen Auszeichnung belohnt. Der Moment, wenn aus einer Idee mehr wird, ist unbeschreiblich!

Fazit:

Wir wussten nicht was auf uns zukommt. Wir haben uns in das Abenteuer gestürtzt und sind gestärkt und voller Tatendrang aus diesem Wochenende herausgekommen. Danke an das Team, an die Organisatoren und die Mentoren. Alle zusammen haben unserer Idee geholfen zu einem Geschäftsmodell zu werden. Und auf eben dieses freuen wir uns!

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Einige Impressionen:

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